Moderiertes Gespräch

LBM: Simon Sahner und Daniel Stähr im taz-Talk

taz Talk meets Buchmesse Leipzig 2024: Die Sprache des Kapitalismus Wie wir über Kapitalismus sprechen können, ohne Machtstrukturen zu stärken: Ein taz Talk mit Simon Sahner und Daniel Stähr auf der Buchmesse Leipzig.

  • Moderation:  Ulrike Winkelmann
  • Leipzig, taz-Stand - Halle 5 Stand D 500
  • 22.03.2024
  • 12:30 Uhr
  • Kostenpflichtig

Ein kapitalistisches Wirtschaftssystem sorgt für Ungerechtigkeiten. Steigende Preise sind keine zufällig auftretenden Phänomene. Sie werden beschlossen, von leibhaftigen Akteur:innen. Daraus entstehende Diskriminierungsformen werden auch durch unsere Sprache reproduziert und bestärkt. Werden Finanzkrisen mit Naturphänomenen wie Stürmen oder Tsunamis verglichen, bildet dies nicht die Komplexität des Kapitalismus ab. Man denke an Begriffe wie „Rettungsschirm“, „Gratismentalität“ und „too big to fail“: Anstatt Entscheidungen von Akteur:innen der kapitalistischen Ökonomie in Frage zu stellen, impliziert so eine Sprache, dass gar keine Veränderung möglich sei, dass man den Gegebenheiten machtlos ausgeliefert wäre. Das Buch rückt das Handeln ökonomischer Akteur:innen in den Fokus und hinterfragt, wie Begriffe, die den Kapitalismus stützen, unsere Realität beeinflussen. Die Autoren folgen gemeinsam der Frage, wie sich neue sprachliche Narrative entwickeln lassen, welche aufzeigen, dass eine Veränderung möglich ist. Simon Sahner wurde 1989 geboren und ist als freier Autor tätig. Der Literatur- und Kulturwissenschaftler ist zudem Mitherausgeber des feuilletonistischen Online-Magazins „54books“. Daniel Stähr wurde 1990 geboren und ist Ökonom und Essayist. Außerdem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fern Universität Hagen und promoviert zum Thema „Narrative Economics“. Ulrike Winkelmann moderiert diesen taz Talk. Sie ist Chefredakteurin der taz.

Veranstaltungsort

taz-Stand - Halle 5 Stand D 500
Messe-Allee 1
04356 Leipzig

Veranstalter

taz


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Preise

Eintritt: Kostenpflichtig