Vortrag

LBM: Ausstellungseröffnung „JETZT & ALLES“ mit Josef Haslinger

Streitbar, formbewusst und vielstimmig – das ist die österreichische Literatur. Die Ausstellung „JETZT & ALLES“ stellt wichtige österreichische Autor*innen der letzten 50 Jahre vor. Im Vorfeld der Leipziger Buchmesse mit Gastland Österreich wird die Ausstellung am Dienstag, 25. April, um 19 Uhr feierlich im Großen Lesesaal der Deutschen Nationalbibliothek eröffnet. Programm Begrüßungen: Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse Einführungen: Stephanie Jacobs, Leiterin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek Bernhard Fetz, Kurator und Direktor des Literaturmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek Eröffnungsreden: Josef Haslinger, Schriftsteller Andrea Mayer, Staatssekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Musikalisches Rahmenprogramm: Jelena Popržan (Wien) Anschließend: Empfang mit Ausstellungsrundgang Eine Ausstellung des Literaturmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum.

  • Leipzig, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
  • 25.04.2023
  • 19:00 Uhr

»Nie habe ich von Pater G. erzählt, aus Angst, man könne mir anmerken, dass ich sein Kind geblieben bin.«

»Meine Eltern hatten mich der Gemeinschaft der Patres anvertraut, weil mich dort das Beste, das selbst sie mir nicht geben konnten, erwarten würde. Ich habe sie heimlich oft verflucht, weil sie mich nicht darauf vorbereitet hatten, was dieses Beste sei …« Als Zehnjähriger wurde Josef Haslinger Schüler des Sängerknabenkonvikts Stift Zwettl. Er war religiös, sogar davon überzeugt, Priester werden zu wollen, er liebte die Kirche. Seine Liebe wurde von den Patres erwidert. Erst von einem, dann von anderen.

Ende Februar 2019 tritt Haslinger vor die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Dreimal muss er seine Geschichte vor unterschiedlich besetzten Gremien erzählen. Bis der Protokollant ihn schließlich auffordert, die Geschichte doch bitte selbst aufzuschreiben.

Veranstaltungsort

Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig


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