Clemens Meyer Gewalten

Ein Tagebuch

Gewalten
 

Clemens Meyer Gewalten

Ein Tagebuch

lieferbar
Bestellen Sie mit dem Warenkorb direkt beim Händler Ihrer Wahl.

Inhalt

Clemens Meyer schreibt ein Tagebuch über die Gewalten unserer Zeit: Eine Stadt sucht ihren Mörder, Jubel beim Pferderennen, der beste Freund liegt im Hospiz. Ein Hund stirbt. Endlose Zahlenreihen fließen über einen Bildschirm in einer menschenleeren Fabrikhalle. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Roh, unheimlich und geheimnisvoll ist die Welt, durch die wir täglich gehen. Clemens Meyer entwirft Szenen von großer poetischer Kraft und verstörender Klarheit. Ein Jahr lang erkundet er Seelenlandschaften, reale Orte und imaginäre Welten. Er erzählt von Alpträumen, jubelnder Euphorie und dem Irrwitz unseres Lebens.



Zur Leseprobe Buch empfehlen

Bibliografie

Tagebücher

E-Book Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-10-400712-0
lieferbar

FISCHER E-Books
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

Buchtipps

Zeitgenössische Literatur (dtspr.)

  • Arnold Stadler
»New York machen wir das nächste Mal«
  • Henning Ahrens
»Glantz und Gloria«
  • Arnold Stadler
»Rauschzeit«
  • Thomas Brussig
»Beste Absichten«
  • Wolfgang Hilbig
»Werke, Band 7: Essays, Reden, Interviews«
  • Feridun Zaimoglu
»Evangelio«
  • Jan Wagner
»Der verschlossene Raum«
  • Clemens Meyer
»Die stillen Trabanten«
  • Benjamin Lebert
»Die Dunkelheit zwischen den Sternen«
  • Silvia Bovenschen
»Sarahs Gesetz«
  • Bernd Schroeder
»Warten auf Goebbels«
  • Flake
»Heute hat die Welt Geburtstag«

Über Clemens Meyer

Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle / Saale, lebt in Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman ›Als wir träumten‹, es folgten ›Die Nacht, die Lichter. Stories‹ (2008), ›Gewalten. Ein Tagebuch‹ (2010), der Roman ›Im Stein‹ (2013) sowie die Frankfurter Poetikvorlesungen ›Der Untergang der Äkschn GmbH‹ (2016). Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. ›Im Stein‹ stand auf der Shortlist für den ...

Mehr über Clemens Meyer

Clemens Meyer
Foto: Gaby Gerster


Interview

Clemens Meyer im Interview zu ›Gewalten‹, 07.02.2011
Petra Gropp: Nach dem Debütroman „Als wir träumten“ und dem Band Stories „Die Nacht, die Lichter“ erscheint nun „Gewalten. Ein Tagebuch“. Das erstaunt auf den ersten Blick, denn in Zeiten von Blogs – und Du hattest ja selber einen Blog für die FAZ geführt – scheint das Tagebuch doch eine recht altmodische Gattung zu sein. Wie kam es zu dem Buch?
Clemens Meyer: Der Blog war ein Experiment, das ich, das gebe ich auch ehrlich zu, wegen des kleinen Honorars eingegangen bin, aber natürlich war es für mich auch eine Herausforderung, es war das erste Mal, das ich das Medium Internet auf diese Weise nutzte, denn eigentlich bin ich ein fast fanatischer Jünger des Gedruckten. Ich denke aber, in dem Blog „der Meyer – die Kunst und das Leben“ sind einige interessante, experimentelle Texte entstanden, in denen der Einfluss von außerhalb, Medien, Literatur, Filme, Gedichte, Gesprächsfetzen, Wortspiele, Sportereignisse immens wichtig war, teilweise direkt in den Text floss.
Die Idee des Tagebuchs entstand in der Mitte des Jahres 2008. Die Rinke-Stiftung aus Hamburg verlieh mir für 2009 ein Stipendium, das mit der Aufgabe verbunden war, ein „Tagewerk“ 2009 zu verfassen. Anfangs dachte ich: O.k., nimm das Geld und schaff ein kleines, wenig Kraft- und Zeitaufwändiges Nebenbuch. Aber dann passierte etwas, das mir schon den Blog zur absoluten Schwerstarbeit machte und dann auch zum Verrinnen brachte: Ich hatte die Chance bekommen, literarisch etwas Neues auszuprobieren. Mein Jahr 2009 begann mit einem einschneidenden Erlebnis, das sich mir regelrecht aufzwang und forderte, es zu Literatur zu machen. Das habe ich dann in langer und harter Arbeit versucht, und dieses erste Kapitel, das auch Prolog ist im Prinzip, gibt dann das Programm vor. 2009 mit all seinen Gewalten, dem Irrsinn, den Abgründen, aber auch den lichten Momenten. Aber das alles nicht in einem herkömmlichen realistischen Tagebuchstil, sondern verfremdet, surrealistisch, expressionistisch, manchmal Komödie, oft Tragödie, aber immer ganz nah dran an den Brüchen und mit aller literarischer Kraft.
0 Artikel  0 €