Moderiertes Gespräch

Auschwitz-Häftling 290 - Wiesław Kielarr und sein Bericht „Anus Mundi“

Gespräch mit Siegfried Ressel zur Neuausgabe von Wiesław Kielars "Anus Mundi"

  • Porta Westfalica, Bürgerhaus Porta Westfalica
  • 15.02.2024
  • 19:00 Uhr

Der Pole Wieslaw Kielar trägt in Auschwitz die Häftlingsnummer 290. Er ist einer der ersten Gefangenen, die am 14. Juni 1940 in das neu eingerichtete Konzentrationslager eingeliefert werden. Bis zu seinem Transport im Herbst 1944 ins KZ Sachsenhausen und von dort nach Porta Westfalica und seiner anschließenden Befreiung im KZ-Außenlager Wöbbelin, vergehen fast fünf Jahre. Er wird in dieser Zeit Zeuge der NS-Verbrechen, der fabrikmäßigen Ermordung von Juden und anderer unschuldiger Menschen aus ganz. Europa. Als Gefangener sieht er täglich Gewalt und Terror und überlebt selbst nur knapp. Seine Erinnerungen schreibt er auf, das Buch nennt er „Anus Mundi“. 1972 erscheint es in Polen, 1979 zum ersten Mal auf Deutsch. Es gilt auch heute noch als eine der eindrücklichsten Beschreibungen des Ortes, der Synonym für die größten aller Menschheitsverbrechen ist. Doch genau so bekannt wie das Buch, genauso unbekannt ist sein Autor. Im Gespräch mit Siegfried Ressel, der das Vorwort für die aktuelle Neuauflage von „Anus Mundi“ verfasst hat, begeben wir uns auf Spurensuche. Wir sprechen über den Autor und Kameramann Wieslaw Kielar und über sein Buch, dessen Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte einen ganz eigenen Teil von deutscher und europäischer Zeitgeschichte und Erinnerungskultur widerspiegelt. Das Gespräch wird umrahmt von Passagen aus Anus Mundi, gelesen von Guido Meyer. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Gedenkstättenarbeit werden gerne entgegengenommen.

Veranstaltungsort

Bürgerhaus Porta Westfalica
Am Park 1
32457 Porta Westfalica


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